Arbeitsweise Acrylmalerei

 

In meinen Werken setze ich mich mit den Themen Natur, Spuren, Umwelt und Vergänglichkeit auseinander. 

 

Unterwegs halte ich Eindrücke und Spuren von Natur und Umwelt mit der Kamera fest, diese dienen mir als Grundlage, später meine inneren Bilder abzurufen und sie reduziert auf Leinwand oder Papier zu bringen. Der bloße Ausschnitt eines Motivs verliert an Gegenständlichkeit und wird somit zur Abstraktion.  Durch Interpretationen von Spuren, Oberflächen mit unterschiedlichen Texturen entstehen Bilder mit reliefartigen Oberflächen mit ausgebildeten Strukturen. Ohne Oberflächen gibt es keine Räume und Tiefen.

 

Oft beginne ich meine Arbeit aus einem inneren Impuls heraus oder arbeite in bestimmten Zyklen. 

Ich verwende nur hochwertige Acrylfarbe in Verbindung mit den unterschiedlichsten Materialien wie: Beizen, Binder, getrockneten Blumen, Graphit, Holzkohlenasche, Kaffee, Leinöl, Mohnöl, Rost, Schellack, Tuschen, Wachs und Arbeite Buchseiten, getrocknete Blüten, Perlen oder Fundstücke ein. 

Als Untergrund dienen mit Leinwand, Hartfaserplatten, Malplatten handgeschöpftes Papier. Außer Pinsel verwende ich verschiedene Spachtel und Zahnbürsten.  

Die Werke entstehen Schicht um Schicht, Farbe und Material werden auf- und abgetragen, abgewaschen, geschüttet, gepustet und wieder reduziert. Es entstehen Verbindungen, die nicht immer vorhersehbar sind.  Und so ist am Ende jedes Bild ein Erlebnis, ein Unikat, eine Entdeckung für mich und vielleicht auch für den Betrachter.

Es entstanden bis heute zahlreiche groß- und kleinformatige Acrylbilder auf Papier und Leinwand.

 

Meine Kunst soll dem Betrachter Freude bereiten, aber auch anregen Natur und Umwelt stärker wahrzunehmen und die Natur  zu schützen.

 

Arbeitsweise Eco print

Eco print ist eine Drucktechnik, bei der die Farbe und Form der Pflanzen auf Papier oder auch Textiles übertragen wird.

Frische Blätter und Blüten werden gesammelt, weiter benötigt man Papier mit offener Oberfläche, evtl. rostige Eisenstücke, Alaun, Pappe, Schnur, einen großen Topf, das Papier muss glatt liegend hineinpassen.

Nachdem das Papier vorbehandelt ist, lege ich die Pflanzenteile zwischen das Papier, entweder können sie sich überlagern oder einzeln auf dem Papier liegen.

Dann sollten die Papiere bündig aufeinander liegen, oben und unten kommt Pappe dazu, dieses Paket wird dann mit einer Schnur zugeschnürt.

Das Ganze kommt nun in den Topf mit der Alaunlösung, dann kurz aufkochen und bei schwacher Hitze für ca. 3-4 Stunden auf dem Herd belassen.

Danach wir das Paket entnommen und nachdem es abgekühlt ist, werden die Schnüre entfernt und nun die Papier Stück für Stück entnommen, und die Pflanzenteile entfernt und nun ist zu erkennen, welche Pflanzenteile, welche Farbe oder Strukturen abgegeben haben. Nun muss das Ganze noch Trocknen.

Zum Schluss fülle ich Sand in den Topf und nach Abkühlung wird das Ganze über den Restmüll entsorgt. Alaun sollte nicht in größeren Mengen in die Kanalisation gelangen.

 

Zugegeben einen Eco print zu machen ist ein bisschen aufwändig, aber das Ergebnis fasziniert mich immer wieder.